Einsatz Nr. 09 / 2017

 

Einsatznummer :  

 

 09 / 2017

 

Einsatzdatum :

 

 12.05.2017

 

Uhrzeit : 

 

 18:57 Uhr

 

Stichwort :

 

 Feuer 2 / Baracke - Schuppen - Schopf

 

Einsatzgrund :

 

 Scheunenvollbrand 

 

Einsatzort :

 

 Bietigheim Wilhelmstraße

 

Einsatzdauer :

 

 cirka 07:30 Std. 

 

Anzahl Kräfte :

 

 insgesamt ca. 90 Kräfte

Fahrzeuge :

 

 

  FF- Bietigheim: LF 16/12 - 1 ; LF 16/12 - 2 ;

                         GW - T ; MTW ; FwA-Lima

 

  FF- Durmersheim: HLF20 ; LF 16/16 ; DLK 23/12 ;

                             Kdow ; ELW 1

 

  FF- Würmersheim: StLF 10 ; MTW

 

  FF- Elchesheim-Illingen: HLF 10 ; MTW

 

  FF- Au am Rhein: LF 8/6 ; TLF 8/18

 

  Sonstige Kräfte: Kreisbrandmeister, THW-Rastatt,

                           THW-Karlsruhe, Rettungsdienst,

                           DRK-Ortsverein Bietigheim, HAL,

                           Polizei 

 

  

 

 

Einsatzbericht:

 

Am 12.05.2017 wurden wir um 18:57 Uhr mit dem Stichwort ,,Feuer 2 / Baracke - Schuppen - Schopf" in die Wilhelmstraße alarmiert. Einige Einsatzkräfte konnten bereits auf der Anfahrt zum Gerätehaus eine große Rauchwolke über dem alten Ortsteil bestätigen. 

Bei der Abfrage über Funk teilte die Leitstelle mit, dass es sich um einen Scheunenvollbrand mit der akuten Gefahr eines Übergreifen der Flammen auf direkt angrenzende Wohnhäuser handeln soll. Kurz nach Ausfahrt des LF 16/12 -1 kam über Funk die Meldung, dass laut Anwohner das Feuer in diesem Moment auf mindestens ein Wohnhaus übergreift bzw. übergegriffen hat. Bedingt durch diese Rückmeldung ließ der Einsatzleiter sofort weitere Unterstützung aus dem Alarm- und Ausrückebereich nachalarmieren. 

Auf der Anfahrt erschwerten uns mehrmals schlecht geparkte Fahrzeuge am Straßenrand und im Kreuzungsbereich ein zügiges Eintreffen an der Einsatzstelle. Kurz vor der Einmündung in die Wilhelmstraße musste sogar mit Einweiser insgesamt 3-mal zurückgesetzt werden, um an die Einsatzstelle zu gelangen. 

 

Beim Eintreffen des LF 16/12-1 stand eine größere Scheune bereits in Vollbrand. Das Feuer griff auf ein direkt angebautes Wohnhaus über. Mehrere Anwohner teilten zudem mit, dass das Feuer, durch die teilweise sehr enge Bebauung im alten Ortskern, auch auf weitere Wohnhäuser übergreift. Unverzüglich nach Eintreffen baute die Besatzung des LF 16/12 -1 in einer kurzen, aber bedingt durch die große Gefahr der Brandausbreitung etwas hektischen Erstphase, eine Wasserversorgung sowie eine Riegelstellung von drei Seiten auf. Glücklicherweise konnten bereits vor Eintreffen alle Bewohner das Haus selbständig verlassen oder wurden von weiteren Anwohner auf das Feuer aufmerksam gemacht. 

Nach und nach trafen nun weitere Fahrzeuge an der Einsatzstelle ein, welche in 

Abschnitte unterteilt wurde. Die Massive Riegelstellung von mehreren Seiten zeigte nun Wirkung. Ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude konnte verhindert werden. Im direkt angebauten Gebäude drang ein Trupp mit einem C-Rohr im Innenangriff bis in den Speicher vor. Hier glußten bereits Dachbalken am Übergang zur Scheune. Diese wurden gezielt abgelöscht und mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Das Gebäude selbst wurde nochmals durchsucht, um wirklich sicher zu gehen das alle Bewohner es verlassen haben. 

 

Die anschließende Brandbekämpfung gestaltete sich dennoch sehr schwierig. Die Scheune selbst war durch die massive Brandeinwirkung einsturzgefährdet. Über eine Drehleiter wurden Glutnester von oben abgelöscht. 

Im Anschluss musste eine Giebelwand teilweise eingerissen werden. Hierzu kam das THW mit den Ortsgruppen aus Rastatt und Karlsruhe zum Einsatz. Anschließend löschten wir nochmals wieder aufflammende Glutnester ab und der Rückbau der Einsatzstelle konnte nach und nach erfolgen.

Gegen 02:00 Uhr in der Nacht standen alle Fahrzeuge wieder in den Gerätehäusern. 

Nach dem bestücken der Fahrzeuge konnte der Einsatz gegen 02:30 Uhr beendet werden. 

Die Reinigungs- und Aufräumarbeiten werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.

 

 

 

Quelle: Anwohner

Bilder: FF-Bietigheim 2017