Einsatz Nr. 33 / 2015

 

Einsatznummer :  

 

 33 / 2015

 

Einsatzdatum :

 

 12.10.2015

 

Uhrzeit : 

 

 07:36 Uhr

 

Stichwort :

 

 ABC 5 / Gefahrgutunfall 

 

Einsatzgrund :

 

 Sattelzug mit Gefahrgut verunglückt

 

Einsatzort :

 

 B3 / Höhe Tankstelle-Kiesgrube

 

Einsatzdauer :

 

 cirka 08:30 Std. 

 

Anzahl Kräfte :

 

 Insgesamt ca. 65  Kräfte

Fahrzeuge :

 

 Bietigheim: LF 16 / 12 -1 ; GW- T  ; MTW

 

 WF Dow   : 2 Fahrzeuge

 

 FW Gaggenau: Gefahrgutzug 5 Fahrzeuge

 

 FW Rastatt : 1 Fahrzeug

 

 DRK: 5 Fahrzeuge ( Bietigheim, Muggensturm,  Durmersheim )

 

 Polizei: 3 Fahrzeuge

 

 Umweltamt: 1 Fahrzeug

 

 Bergungsunternehmen: 4 Fahrzeuge

 

 sowie Spedition und Straßenmeisterei

  

 

 

Einsatzbericht:

 

Am Montag, den 12.10.2015, alarmierte uns die Leistelle über Meldeempfänger um 07:36 Uhr mit dem Stichwort ABC 5, Gefahrgut. Auf der Bundestraße B3 soll es in Höhe der Tankstelle zu einem LKW-Unfall mit Gefahrgut gekommen sein. Beim Eintreffen bestätigte sich folgende Lage: Bei einem Sattelzug löste sich nach dem Abbiegen der Auflieger von der Zugmaschine und rutschte seitlich in den Graben. Dabei keilte sich der Auflieger zwischen Zugmaschine und Leitplanken schräg ein. Auf dem Auflieger waren Betonplatten und zusätzlich 3 volle IBC-Tanks mit einer unbekannten Flüssigkeit gelagert. Diese wurde ebenfalls durch die schräglage und Betonteile eingekeilt und deformiert, waren allerdings ( zum Glück ) noch dicht. 

 

Als erste Maßnahme wurde die Einsatzstelle abgesichert und ein Brandschutz sichergestellt. Der Angriffstrupp rüstete sich zwischenzeitlich mit Atemschutz für eine Erkundung aus. Bei dieser Erkundung ging es vorrangig darum, festzustellen um welche Flüssigkeit es sich hierbei handelt. 

Mittels UN-Nummer konnte schließlich der Flüssigkeit identifiziert werden. 

Anschließend wurde die B3 komplett gesperrt und ein Fachberater Chemie der Werksfeuerwehr Dow angefordert. Nach Rücksprache und Sichtung des Fachberaters wurde klar, dass die Behälter unmöglich voll geborgen werden konnten. Bei einem Versuch würden diese wahrscheinlich durch die Beschädigung platzen. Für diese Maßnahme wurde schließlich der Gefahrgutzug aus Gaggenau alarmiert. 

Von der Feuerwehr Rastatt wurden 3 neue IBC-Tanks zum Ümfüllen an die Einsatzstelle gebracht. Das Umfüllen gestaltete sich sehr schwierig, da die Flüssigkeit sehr zähflüssig war. Nach mehreren Stunden waren letztlich alle Behälter umgefüllt und ein Bergungsunternehmen konnte mit der Bergung beginnen.

Mittels Schwerlastkran wurde der Auflieger wieder zurück auf die Straße gehoben und unterbaut. Der Auflieger wurde von der Spedition abgeholt, die Zugmaschine war noch fahrbereit. 

Nach ca. 8 Stündiger Vollsperrung konnte die B3 gegen 15:30 Uhr am frühen Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.