Einsatz Nr. 26

Einsatznummer:
Einsatz 26/2012

Datum:
28.08.2012

Zeit:
03:03Uhr

 

Einsatzart:
AAB-Führungsgruppe und

Technische Hilfeleistung 1

 Einsatzort:

 Durmersheim

 

Einsatzgrund:  

Gefahrgutunfall an Tankstelle

Bericht:

 

Wir wurden zur Unterstützung der Feuerwehr Durmersheim mit der ELW-Gruppe alarmiert. An einer Tankstelle in Durmersheim kam es bei Betankungsarbeiten zu einem Austritt größerer Mengen an Benzin, die z.T. in die Kanalisation gelangten.

Da es sich bei diesem Einsatz um einen Einsatz von größerem Ausmaß handelte, wurde zusammen mit der Feuerwehr Durmersheim eine Einsatzleitung aufgebaut.

Als absehbar wurde, dass dieser Einsatz länger andauern wird, wurde gegen 05:00 Uhr Vollalarm für uns gegeben. Wir stellten mit unserem LF 16/12-1 den Grundschutz für Durmersheim sicher. 

 

 

Einsatzdauer: 04:00 Stunden

  Bilder falls vorhanden:

   

 
     

Kräfte:
15 Einsatzkräfte  

 

Fahrzeuge:

LF 16/12-1 - MTW

   



Polizeibericht



Bei Betankungsvorgang größere Mengen Benzin ausgelaufen


Durmersheim – Nach dem Austritt einer größeren Menge Benzin aus einem Erdtank einer Tankstelle in der Hauptstraße in Durmersheim, waren in der Nacht zum Dienstag umfangreiche Einsatzmaßnahmen von Feuerwehr und Polizei erforderlich. Nach bisherigem Sachstand wollte gegen 02.25 Uhr der Fahrer eines anliefernden Tankfahrzeugs den Erdtank der Anlage befüllen. Beim Öffnen des Erdtankes traten aus bislang unbekannter Ursache unter Druck größere Mengen Benzin nach außen. Ein Großteil des ausgelaufenen Kraftstoffes wurde über die Sicherungstanks wieder zurückgeleitet. Mehrere hundert Liter liefen jedoch über das Tankgelände und den angrenzenden Bereich in die Kanalisation. Bei den notwendigen Einsatzmaßnahmen waren 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Durmersheim, Würmersheim und Bietigheim sowie des Gefahrguttrupps aus Gaggenau und der Berufsfeuerwehr Karlsruhe vor Ort. Zudem waren rund zehn Kräfte des DRK an der Einsatzstelle.

Auf der Oberfläche feststellbares Benzin wurde von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe abgesaugt und entsorgt. Von einer verständigten Spezialfirma wurde die Kanalisation gereinigt und das kontaminierte Wasser-Benzin-Gemisch abgesaugt und entsorgt. Im Rahmen der Maßnahmen wurden dann die Oberflächen der Tankstelle und angrenzenden Gebiete gereinigt und gesäubert. Von der Feuerwehr wurde veranlasst, dass Absperrungen und Schiebemechanismen im Abwassersystem so betätigt wurden, dass kein Benzin in Oberflächenwasser

und in die Kläranlage gelangen konnte. Es ist deshalb derzeit davon auszugehen, dass es zu keiner nachhaltigen Gewässerverunreinigung kommen wird. Messungen des Gefahrguttrupps ergaben keine Werte für eine mögliche Explosionsgefahr.

Mehrere Vertreter verschiedener Behörden und Einrichtungen sowie der Kommune waren vor Ort. Zur Klärung, wie es zu dem Benzinaustritt kommen konnte, wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Der Ereignisort wurde zunächst weit reichend abgesperrt und eine Umleitungsstrecke eingerichtet. Am frühen Vormittag konnte dies bis auf die Sperrung der Hauptstraße zurück genommen werden.Aktuell besteht diese Sperrung fort, da mit Benzin verunreinigtes Erdreich abgetragen werden muss.

Beamte der Sachaufgabe Gewerbe/Umwelt der Polizei führen die erforderlichen Ermittlungen. Diese dauern an